Wandertour Ofterschwang/Allgäu (Bilder folgen)

Dieses Mal wollten wir unseren Anreisetag etwas geruhsamer angehen. Da wir unser Quartier erst am Spätnachmittag beziehen konnten, fuhren wir direkt zu unserem ersten Wanderziel, einen Ortsteil von Gunzesried, Gunzensrieder Säge. Die abwechslungsreiche Tour beginnt am Parkplatz im Ostertal. Auf dem Ostertaler Tobelweg, der sich zum teil auf schmalen Pfad an steilen Felsen entlang schlängelt, erlebten wir schäumende Wasserfälle, kleine Strudel und tiefe Gumpen. Wir beobachteten eine Gruppe Jugendlicher, die den nicht ganz ungefährlichen Sport Canyoning betreiben und von Felsen in einen Gumpen springen.

 

Ostertaler Tobelweg Canyoning

 

Auf Buhls-Alpe, machten wir Mittagspause, genossen die schöne Aussicht und den Blick auf schottische Hochlandrinder und wanderten wieder zum Parkplatz zurück.

 

Buhls Alpe schottische Hochlandrinder

 

Unsere zweite Etappe führte uns ins Tiefenberger Moos unweit von Ofterschwang. Das Hochmoor gehört zu den schützenswertesten Naturgebieten dieser Region, denn hier erlebt man eine einzigartige Flora und Fauna. Noch vor 50 Jahren wurde im Moos noch Torf gestochen, den man als Brennmaterial verwendete. Informationstafeln lieferten uns interessante Einblicke und wir konnten beim Wandern spüren, auf welchem schwammigen Untergrund wir uns bewegten. Bei fast sommerlichen Temperaturen waren wir froh, dass wir der Weg meist durch schattigen Moorwald verlief.

 

Anschließend steuerten wir noch die nahe gelegene Sennerei Schweineberg an und beschlossen, uns hier am letzten Tag noch mit Allgäuer Käsespezialitäten einzudecken. Das gegenüberliegende Café Mayr mit Biergarten hatte an diesem Tag leider geschlossen.

 

Danach fuhren wir zu unserer Pension Engel in Ofterschwang, wo wir von unserem Hauswirt Thomas Tröbelsperger begrüßt wurden und vor dem Haus mit Kaffee versorgt wurden.

 

Pension Engel Hotel-Pension Alpenhof

 

Den Abend beschlossen wir im gemütlichen Alpenhof, wo uns die nicht besonders reichhaltige bzw. nicht verfügbare Speisekarte etwas enttäuschte. Die Röttingers entschieden sich für eine Vesperplatte für drei Personen. Wir staunten nicht schlecht, als diese aufgefahren wurde, denn was auf der Platte liebevoll präsentiert wurde, entpuppte sich als ausreichend für die doppelte Personenzahl. Wir ließen uns die Restmenge plus Brot einpacken, so dass bei unserer Wanderung am nächsten Tag eine mittägliche Einkehr nicht nötig war und die ganze Gruppe noch davon zehren konnte. So rechnete sich der recht saftige Preis schon wieder.

 

Am nächsten Tag stand die Hörnertour auf dem Programm. Vor unserer Pension befindet sich die Bushaltestelle, so dass wir am Morgen den Bus zur Talstation der Gondel in Bolsterlang nehmen und direkt zur Bergstation hochfahren konnten. Zunächst bestiegen wir den Weiherkopf (1665 m) und wanderten dann auf aussichtsreichen Wegen mit Blick auf Nebelhorn und Grünten im Osten und die Nagelfluhkette im Westen stetig nach Norden. Fahrlässigerweise hatte keiner einen Gipfelschnaps dabei, also konnten wir uns bei der Besteigung der folgenden Gipfel, dem Rangiswanger Horn, dem Sigiswanger Horn und dem Ofterschwanger Horn nicht belohnen, aber uns an der Brotzeit vom Vorabend stärken.

 

Am Ofterschwanger Horn kehrten wir in der stimmungsvollen Weltcuphütte ein, wo man an den Wänden die Weltcupsieger der vergangenen Jahrzehnte aufgelistet sehen konnte.

 

Weltcuphütte Ofterschwanger Horn

 

Danach führte uns der Weg talwärts, vorbei an der Hochbichl Hütte und der Wurzelhütte zu unserer Unterkunft in Ofterschwang.

 

Hochbichl Hütte / Grünten Wurzelhütte

 

Das Wetter hatte den ganzen Tag über gut mitgespielt, bei wenig Regentropfen und angenehmen Temperaturen, also idealem Wanderwetter. Abends setze dann aber der Regen ein, der über Nacht und auch am nächsten Morgen noch andauerte.

 

Unser Hüttenwirt Thomas , ein gelernter Koch, hatte sich schon beim Frühstück bereit erklärt, uns für den Abend zu bekochen, d.h. Schnitzel mit Pommes und Salat aufzutischen. Wir nahmen unser Abendessen in der zünftigen Wirtstube ein (s. Tisch auf dem Bild rechts).

 

Natürlich durfte später die Auflösung und Preisverleihung des obligatorischen Quizes nicht fehlen. Alle TeilnehmerInnnen hat sich wieder mit großem Eifer daran beteiligt und konnten fast durchwegs sehr gute Ergebnisse vorlegen. Sieger waren dieses Mal Fritz und Christa, die alle Fragen perfekt beantworten konnten, gefolgt von den beiden Ilses. Alle wurden für ihren Einsatz mit attraktiven Preisen belohnt.

 

Am Abreisetag wollten wir noch die Starzlachklamm bei Sonthofen durchwandern. Wir fuhren also zum Wanderparkplatz in Winkel in der Hoffnung, das Wetter werde sich schon noch bessern, was es aber nicht tat. Karl und Manfred gingen zum Klammeingang, um die Begehbarkeit der Wege zu testen, während die anderen im Auto warteten. Die Klamm war zwar geöffnet, aber angesichts des Dauerregens sahen wir von einer Begehung ab und machten uns auf die Heimreise. Das Wetter besserte sich zusehends. Spontan legten wir einen Stopp in Wasseralfingen und nahmen an einer 1 ½ stündigen Einfahrt und Begehung des Tiefen Stollens teil, den die meisten Teilnehmer noch gar nicht kannten und recht interessant fanden.

 

Tiefer Stollen Aalen

 

Für das nächste Jahr wurde eine Wanderung in das Gebiet Berchtesgaden / Königsee / Watzmann vorgeschlagen. Die Planung erfolgt wie bisher im Frühjahr.

 

M.Röttinger

Wandertour Ofterschwang (Allgäu)

Termin:

28. – 30. September 2014

Anreise mit PKW (Fahrgemeinschaften)

Unterkunft:

Pension zum Engel

Dorfstr. 8

87527 Ofterschwang

Tel.: 083212592

www.pensionzumengel.de

info@pensionzumengel.de

Programm:

Anreisetag: Immenstadt (Ausfahrt Süd) – Gunzesried – Gunzesrieder Säge – Wanderung Ostertaler Tobel – Buhl ?s Alpe (Mittagspause) – Wanderung Tiefenberger Moos - Pension zum Engel (Ofterschwang) - fakultativ: Wanderung Ofterschwang – Sigiswang

2. Tag: Hörnertour: Ofterschwanger Horn (Weltcupexpress) – Sigiswanger Horn – Rangiswarner Horn – Weiherkopf – Hörnerbahn (Auf - bzw. Abstieg per Seilbahn möglich)

Abreisetag: Wanderung Starzlachklamm (Mittagspause im Berggasthof Alpenblick) Alternativ: Rundwanderung Hinanger Wasserfall u. Leybachtobel (Mittagspause im Berggasthof Sonnenklause) Rückfahrt über Bad Hindelang, Oberjoch (fakultativ: einstündige Hochmoorwanderung in Oberjoch)

Anmeldung: bis 12.Sept. 2014

bei Manfred Röttinger

09851/6484

roettingermanni@aol.com